Was sind ätherische Öle? Grundlagen, Qualität & Anwendung
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Was sind ätherische Öle? Grundlagen, Qualität & Anwendung

Ätherische Öle bringen Duft, Pflege und Wohlbefinden in deinen Tag. Was sie sind, woran du Qualität erkennst und wie du sie sicher anwendest.

12 Min LesezeitAktualisiert 22. Okt. 2026
Kurz erklärt

Ätherische Öle sind hochkonzentrierte, flüchtige Duftstoffe aus Blüten, Blättern, Samen, Wurzeln, Rinden oder Schalen, um ein Vielfaches konzentrierter als die Pflanze selbst. Gewonnen werden sie durch Wasserdampfdestillation, Zitrusöle meist durch Kaltpressung. Du kannst sie aromatisch im Diffuser nutzen, verdünnt auf der Haut oder, bei ausdrücklich dafür gekennzeichneten Produkten, innerlich einnehmen. Mit guter Qualität und der richtigen Verdünnung werden sie zu einem schönen Teil deines Wohlbefindens.

Ätherische Öle haben längst ihren Platz in vielen Haushalten gefunden: im Diffuser auf dem Sideboard, im Badezimmer, in selbst angerührten Pflegeprodukten. Aber was genau steckt eigentlich in diesen kleinen Flaschen? Und woran erkennst du, ob ein Öl hält, was das Etikett verspricht? Dieser Guide gibt dir eine fundierte Orientierung mit konkreten Anhaltspunkten, damit du gut informiert starten kannst.

Was sind ätherische Öle?

Stell dir vor, du nimmst einer Pflanze alles Wasser, alles Grün, alles Feste und behältst nur ihren Duft. Genau das sind ätherische Öle: hochkonzentriert, direkt und manchmal überraschend intensiv. Technisch gesprochen handelt es sich um flüchtige Duftstoffe, die in Blüten, Blättern, Rinden, Wurzeln, Harzen oder Schalen gespeichert sind. Für wenige Milliliter Öl braucht es oft erstaunlich viel Pflanzenmaterial, deshalb duften sie so kräftig.

Eigentlich begegnen sie dir täglich: Wenn du Zimt auf dein Frühstück streust, einen Pfefferminztee aufgießt oder frisches Basilikum über die Pasta zupfst, riechst du genau diese Stoffe. Im Öl sind sie nur konzentriert und vom Pflanzenmaterial getrennt.

Pflanzenauszüge begleiten die Menschen seit Jahrtausenden, in der Körperpflege, bei Ritualen und in der Küche. Das Wissen darüber wurde über Generationen weitergegeben. Neu ist vor allem die Präzision: Heute lässt sich genau bestimmen, was in einem Öl steckt.

Wichtig zur Abgrenzung: Parfüm- und Duftöle sind meist synthetisch hergestellt und haben mit ätherischen Ölen oft nur den Geruch gemeinsam. Ätherische Öle dagegen tragen die Pflanze selbst in sich und bringen Duft, Pflege und Wohlbefinden mit.

Warum Düfte uns so berühren

Kennst du das? Ein Hauch Sonnencreme, und du bist sofort am Meer. Der Geruch von frisch gebackenem Kuchen, und du sitzt wieder bei deiner Oma in der Küche. Das liegt daran, dass unser Geruchssinn eng mit dem limbischen System verbunden ist, also dem Teil des Gehirns, der Gefühle und Erinnerungen verarbeitet. Kein anderer Sinn ist so direkt mit unseren Emotionen verknüpft.

Genau deshalb können ätherische Öle so viel mehr sein als ein schöner Duft. In der emotionalen Aromatherapie werden die verschiedenen Ölfamilien mit ganz eigenen Stimmungen verbunden:

  • Zitrusöle stehen für Leichtigkeit, Freude und frische Energie
  • Blütenöle werden mit Sanftheit und Geborgenheit verbunden
  • Gewürzöle gelten als wärmend und kraftvoll
  • Baum- und Harzöle stehen für Erdung und Beständigkeit

Welcher Duft dich berührt, ist dabei ganz persönlich. Und genau das macht die Entdeckungsreise so spannend.

Wie werden ätherische Öle gewonnen?

Die Gewinnungsmethode prägt, was am Ende in der Flasche landet. Wer weiß, wie ein Öl hergestellt wurde, kann seine Qualität besser einschätzen.

Wasserdampfdestillation

Das ist das Standardverfahren für viele ätherische Öle, etwa Lavender (Lavendel), Peppermint (Pfefferminze), Eucalyptus (Eukalyptus) oder Rosemary (Rosmarin). Heißer Wasserdampf strömt durch das Pflanzenmaterial und nimmt dabei die flüchtigen Duftstoffe mit. Anschließend wird der Dampf abgekühlt und wieder flüssig. Das ätherische Öl trennt sich vom Wasser und kann abgeschieden werden.

Temperatur, Druck und Dauer spielen dabei eine wichtige Rolle. Stimmen die Bedingungen nicht, kann sich die Zusammensetzung des Öls verändern und empfindliche Bestandteile können verloren gehen. Neben dem geschulten Geruchssinn kommen deshalb auch Labortests zum Einsatz, um die Qualität des fertigen Öls zu beurteilen.

Kaltpressung

Kaltgepresst werden vor allem Zitrusöle wie Lemon (Zitrone), Wild Orange (Wilde Orange), Bergamot (Bergamotte) oder Grapefruit. Das Öl wird mechanisch aus den Schalen gewonnen, ohne zusätzliche Hitze und ohne Lösungsmittel. So entsteht ein besonders frischer Duft, ganz nah an der Frucht.

Einige dieser kaltgepressten Zitrusöle können phototoxisch wirken. Kommen sie in entsprechender Konzentration auf die Haut und diese anschließend mit UV-Licht in Kontakt, können Hautreizungen, Verbrennungen oder Pigmentflecken entstehen. Mehr dazu findest du weiter unten bei der äußerlichen Anwendung.

CO₂-Extraktion

Neben den klassischen Verfahren gibt es auch CO₂-Extrakte, zum Beispiel von Vanille oder Ingwer. Dabei werden die Pflanzenstoffe mithilfe von Kohlendioxid unter Druck gewonnen. So lassen sich auch empfindliche Duftstoffe einfangen, die bei einer Destillation verloren gehen könnten. Das Ergebnis sind besonders facettenreiche Profile, in denen selbst zarte Nuancen erhalten bleiben. Das aufwändige Verfahren kann sich allerdings auch im Preis bemerkbar machen.

Was du vermeiden solltest

Manche günstigen Produkte werden als naturreine ätherische Öle angeboten, obwohl sie synthetische Duftstoffe enthalten oder mit billigeren Zusätzen gestreckt wurden. Sie riechen vielleicht angenehm, entsprechen aber nicht dem, was auf der Verpackung versprochen wird. Das ist mehr als ein Schönheitsfehler, denn du gibst dir diese Öle auf die Haut oder atmest sie ein. Gerade dann solltest du genau wissen, was in der Flasche steckt. Ein Blick aufs Etikett und auf die Prüfangaben lohnt sich deshalb immer.

Qualität erkennen: worauf kommt es an?

Nicht jedes ätherische Öl im Regal ist gleichwertig. Die Unterschiede sind groß und oft unsichtbar, manchmal riechst du sie nicht einmal sofort. Ein paar konkrete Anhaltspunkte helfen dir weiter:

KriteriumGute QualitätAlarmsignal
EtikettBotanischer Name, Herkunftsland, ChargennummerNur Fantasiename, keine Herkunft, vage Angaben
FlascheDunkles Glas (braun oder violett), dicht verschließbarKlarglas, Plastik, undichte Verschlüsse
PreisJe nach Öl unterschiedlich — Öle wie Sandalwood (Sandelholz) mit längeren Wachstumszeiten kosten deutlich mehr als andere.Alle Öle zum gleichen Preis
TransparenzPrüfberichte einsehbar, Herkunft nachvollziehbarKeine Prüfangaben, keine Infos zur Herkunft
GeruchKomplex, vielschichtig, leicht variierend zwischen ChargenFlach, synthetisch, immer exakt gleich
PrüfverfahrenGaschromatographie, Massenspektrometrie, mikrobielle TestsKeine Angaben zur Qualitätsprüfung

Kurz zu den Laborverfahren: Bei der Gaschromatographie wird das Öl verdampft und durch eine lange, dünne Säule geleitet. Die einzelnen Bestandteile wandern unterschiedlich schnell hindurch und lassen sich so voneinander trennen. Die Massenspektrometrie, meist direkt gekoppelt (GC-MS), bestimmt anschließend, um welche Stoffe es sich genau handelt. So fallen auch Streckmittel oder synthetische Zusätze auf. Eigene Tests auf Schwermetalle zeigen zusätzlich Verunreinigungen, die im Öl nichts zu suchen haben. Mikrobielle Tests prüfen zusätzlich, ob Pilze, Bakterien oder Schimmel vorhanden sind.

dōTERRA prüft seine Öle nach dem eigenen CPTG-Protokoll (Certified Pure Tested Grade™). Es kombiniert mehrere dieser Verfahren und schließt Prüfungen durch unabhängige Labore ein. Es ist kein staatliches Siegel, aber ein klar definierter Prüfprozess. Über die Qualitäts-ID auf dem Flaschenboden kannst du zudem nachvollziehen, wie deine Charge getestet wurde.

Und Bio? Ein Bio-Siegel kann ein Pluspunkt sein, sagt allein aber nichts über Reinheit oder Duftqualität. Viele hochwertige Öle stammen außerdem aus Wildsammlung oder von kleinen Betrieben ohne Zertifizierung. Am meisten zählen am Ende Transparenz und nachvollziehbare Prüfungen.

Anwendung: die drei Wege

Grundsätzlich gibt es drei Wege, ätherische Öle zu nutzen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie nah dir das Öl kommt.

Aromatisch

Aromatisch heißt: Du nimmst ein Öl über den Duft wahr, also durch Einatmen. Am schönsten entfaltet es sich im Diffuser: ein paar Tropfen ins Wasser, anschalten, und nach wenigen Minuten verändert sich die Atmosphäre im ganzen Raum. Morgens bringt ein frischer Duft Klarheit an den Schreibtisch, abends macht ein weiches, warmes Aroma das Schlafzimmer zu einem Ort zum Ankommen. Als Richtwert gelten 3 bis 5 Tropfen auf 100 ml Wasser, 30 bis 60 Minuten am Stück, danach eine Pause. So bleibt der Duft präsent, ohne dass sich die Nase daran gewöhnt.

Eine weitere schöne Variante: Verreibe einen Tropfen in den Handflächen, halte sie vor Nase und Mund und atme tief ein. Ein kleiner Moment nur für dich, überall und jederzeit.

Äußerlich

Äußerlich heißt: Das Öl kommt direkt auf deine Haut. Dabei verbindet sich der Duft mit einer Berührung, und genau das macht diese Anwendung so besonders. Vielleicht massierst du dir am Abend ein paar Tropfen in Nacken und Schultern ein, verteilst eine Mischung nach dem Duschen auf Beinen und Rücken oder rollst dir morgens etwas an den Hals, das dich den ganzen Tag begleitet. Auch die Fußsohlen eignen sich gut, die Haut ist dort robust und der Duft trotzdem präsent.

Manche ätherischen Öle werden auch pur gut vertragen, ich empfehle aber grundsätzlich, sie mit einem hochwertigen Trägeröl wie fraktioniertem Kokosöl zu verdünnen. So beugst du Irritationen vor, und das Öl verteilt sich gleichmäßig und zieht angenehm ein. Neue Öle testest du am besten vorher an einer kleinen Stelle.

Sogenannte „heiße Öle“ wie Oregano, Cinnamon Bark (Zimtrinde) oder On Guard™ verdünnst du deutlich stärker, denn sie können auf der Haut schnell brennen. Nach photosensibilisierenden Zitrusölen wie Lemon, Bergamot oder Grapefruit meidest du mindestens 12 Stunden lang direkte Sonne. Empfindliche Bereiche wie Augen, Ohren und Nase sparst du aus.

AnwendungVerdünnungBeispiel
Gesicht, empfindliche Haut0,5–1 %ca. 1–2 Tropfen auf 10 ml Trägeröl
Körper, Erwachsene (allgemein)1–3 %ca. 6–18 Tropfen auf 30 ml Trägeröl
Punktuell, kleine Flächebis 5 %*Nur kurzzeitig auf einer begrenzten Stelle

*Nicht jedes ätherische Öl ist für eine Verdünnung von 5 % geeignet. Manche haben deutlich niedrigere Höchstkonzentrationen.

Die Tropfenangaben sind Richtwerte, denn die Tropfengröße kann je nach Öl und Flasche variieren. Auch jede Haut ist anders: Alter, Hauttyp und deine persönliche Verfassung beeinflussen, wie gut du ein Öl verträgst. Fang deshalb mit wenig an und schau, wie deine Haut reagiert. Mehr ist hier nicht automatisch besser.

Innerlich

Innerlich heißt: Das Öl wird über den Mund aufgenommen. Denn viele ätherische Öle sind vor allem eines: unglaublich aromatisch. Schon ein Tropfen Lemon (Zitrone) bringt Frische in ein Dressing, Peppermint (Pfefferminze) macht aus einer heißen Schokolade etwas Besonderes, und Basil (Basilikum) oder Oregano geben einer Tomatensauce Tiefe. Gerade bei kräftigen Ölen reicht oft schon die Spitze eines Zahnstochers, den du kurz ins Öl tauchst und durch die Speise ziehst.

Auch ein Glas Wasser lässt sich mit einem Hauch Zitrus verfeinern, am besten in einem Glas- oder Edelstahlgefäß, nicht aus Plastik. Daneben gibt es Nahrungsergänzungsmittel, in denen ätherische Öle bereits enthalten und genau dosiert sind.

Wichtig: Nutze innerlich ausschließlich Produkte, die als Lebensmittelaroma gekennzeichnet sind, und halte dich genau an die Angaben auf dem Etikett. So wird aus einem Tropfen ein kleines Geschmackserlebnis, das deiner Küche eine ganz neue Note gibt.

Trägeröle: die stille Grundlage

Für die sichere Anwendung auf der Haut werden ätherische Öle in der Regel mit einem Trägeröl verdünnt. Es hilft, das ätherische Öl gleichmäßig zu verteilen, reduziert das Risiko von Hautreizungen und pflegt die Haut gleich mit. Dabei passt nicht jedes Trägeröl zu jedem Zweck.

Ein kurzer Überblick der Klassiker:

  • Fraktioniertes Kokosöl von dōTERRA: federleicht, farblos und nahezu geruchlos. Es lässt sich gut mit ätherischen Ölen mischen, zieht vergleichsweise schnell ein und hinterlässt ein angenehm seidiges Hautgefühl. Ein unkomplizierter Allrounder, auch für trockene Haut.
  • Kokosöl (nicht fraktioniert): bei kühleren Raumtemperaturen fest, schmilzt auf der Haut und kann bei manchen Hauttypen die Poren verstopfen.
  • Jojobaöl: botanisch ein flüssiges Wachs, besonders stabil und für viele Hauttypen gut geeignet.
  • Süßmandelöl: mild, leicht nussig, angenehm für trockene und empfindliche Haut.
  • Traubenkernöl: leicht, zieht vergleichsweise schnell ein, gut für eher fettige Haut.
  • Arganöl: reichhaltig und besonders beliebt bei trockener oder reifer Haut.

Entscheidend ist die richtige Verdünnung. Denn ein Trägeröl macht nicht automatisch jede Konzentration und jedes ätherische Öl hautverträglich.

Als Faustregel: Jeder Tropfen auf 10 ml Trägeröl entspricht etwa 0,5 %. Fürs Gesicht reichen 1 bis 2 Tropfen, für den Körper sind 2 bis 6 Tropfen auf 10 ml ein guter Bereich. Mit ein bisschen Übung hast du den Dreh schnell raus.

Sicherheit: was du wissen solltest

Natürlich bedeutet nicht automatisch harmlos. Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenextrakte, deren Wirkung stark von der Dosierung abhängt. Nicht jedes Öl eignet sich für jede Person oder Situation. Deshalb lohnt es sich, die jeweiligen Anwendungshinweise zu beachten und bei Unsicherheiten fachlichen Rat einzuholen.

Ein paar Regeln gehören deshalb einfach dazu:

Verdünnen ist die sichere Wahl. Auch wenn manche ätherischen Öle pur gut vertragen werden, können sie unverdünnt die Haut reizen. Bei wiederholter Anwendung in zu hoher Konzentration steigt zudem das Risiko einer Sensibilisierung. Die Haut kann dadurch langfristig empfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe reagieren.

Einige Öle gelten als sogenannte „heiße Öle“, darunter Oregano, Thyme (Thymian), Cinnamon Bark (Zimtrinde), Cassia, Clove (Nelke) und Mischungen wie On Guard™. Sie können die Haut schneller reizen und sollten deshalb nur niedrig dosiert und immer stark verdünnt auf die Haut. Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Verträglichkeit zunächst an einer kleinen Hautstelle zu testen.

Achtung bei Sonne und UV-Licht. Einige Zitrusöle, insbesondere kaltgepresste Öle wie Lemon (Zitrone), Bergamot (Bergamotte), Wild Orange oder Grapefruit, können phototoxisch wirken. Das gilt auch für Mischungen, die solche Öle enthalten. Nach dem Auftragen kann UV-Licht Hautreaktionen und Pigmentflecken auslösen. Vermeide deshalb nach dem Auftragen mindestens 12 Stunden direkte Sonneneinstrahlung und Solarium.

Augen, Ohren und verletzte Haut aussparen. Auch Schleimhäute sind tabu, denn dort können ätherische Öle starke Reizungen auslösen. Kommt es doch einmal zu Beschwerden, hol dir bitte ärztlichen Rat.

Lagerung beachten. Kühl, dunkel und gut verschlossen. Licht, Wärme und Sauerstoff lassen Öle oxidieren. Zitrusöle sind am empfindlichsten, Hölzer und Harze wie Frankincense (Weihrauch) oder Sandalwood halten am längsten. Wie lange ein Öl nach dem Öffnen verwendbar ist, steht auf dem Etikett. Riecht es plötzlich stechend, ranzig oder ungewohnt flach, gehört es nicht mehr auf die Haut.

Erste Schritte: womit anfangen?

Du bist neu in der Welt der ätherischen Öle und weißt nicht, wo du anfangen sollst? Am leichtesten gelingt der Einstieg, wenn du die Öle an kleine Momente deines Tages knüpfst. Zum Beispiel so:

  • Am Morgen, ein Tropfen Lemon (Zitrone) im Glas Wasser, dein kleiner Wachmacher zum Start in den Tag
  • Für konzentrierte Phasen, Peppermint (Pfefferminze) im Diffuser am Schreibtisch oder direkt aus der Flasche, frisch und klar, wenn du einen kühlen Kopf bewahren willst
  • Wenn dir alles zu viel wird, ein Tropfen Frankincense (Weihrauch) auf Handgelenke oder Nacken, sein harziger Duft wird traditionell mit Erdung und innerer Ruhe verbunden
  • Für einen frischen Moment, Air™ im Diffuser oder verdünnt auf die Brust, klar und frisch wie Meeresluft
  • Nicht nur in der Erkältungszeit, On Guard™ verdünnt auf die Fußsohlen, warm und würzig, dein festes Ritual für starke Tage
  • Nach dem Sport oder langem Sitzen, Deep Blue™ in Rücken, Schultern oder Beine einmassieren, kühlend und wohltuend für müde Muskeln
  • Am Abend, Lavender (Lavendel) im Diffuser, wenn der Tag sanft ausklingen darf

Für den Start musst du dir nicht alles einzeln zusammensuchen. Das Home Essentials Kit von dōTERRA ist meine absolute Herzensempfehlung: Es enthält alle Öle aus diesen Momenten, insgesamt zehn, dazu einen Diffuser. Ein schöner Einstieg, um herauszufinden, was zu dir passt. Ergänzend empfehle ich dir das fraktionierte Kokosöl, damit du die Öle direkt verdünnt auf der Haut anwenden kannst.

Und dann? Lass dich überraschen. Ein Duft kann dich in einen Moment zurückholen, den Abend einläuten oder einen Raum ganz anders wirken lassen. Ätherische Öle begleiten deine Rituale, schaffen Atmosphäre und pflegen deine Haut, und mit jeder Flasche entdeckst du ein Stück mehr, was dir guttut. Genau das macht sie so besonders.

Dennoch: Ätherische Öle ersetzen keine ärztliche Behandlung, Medikamente oder Therapie. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich bitte an eine Fachperson.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen ätherischen Ölen und Parfümölen?
Ätherische Öle werden aus Pflanzen gewonnen, durch Wasserdampfdestillation oder bei Zitrusfrüchten durch Kaltpressung. Sie enthalten die tatsächlichen Duftstoffe der Pflanze. Parfümöle sind dagegen meist synthetisch hergestellt oder mit synthetischen Stoffen gestreckt. Sie können ähnlich riechen, sind chemisch aber etwas völlig anderes. Gedacht sind sie für Raumsprays oder Duftkerzen, nicht für die Haut. Ein Hinweis zum Erkennen: Echte ätherische Öle variieren leicht von Charge zu Charge, weil Pflanzen nun mal keine Maschinen sind.
Muss ich ätherische Öle immer verdünnen?
Verdünnen ist grundsätzlich empfehlenswert, denn ätherische Öle sind hochkonzentriert. Unverdünnt auf der Haut können sie Reizungen, Rötungen oder sogar eine dauerhafte Überempfindlichkeit auslösen. Manche Öle wie Lavender (Lavendel) oder Frankincense (Weihrauch) werden zwar von vielen auch pur gut vertragen, wie die eigene Haut reagiert, zeigt sich aber erst beim Ausprobieren. Ein neues Öl deshalb zuerst an einer kleinen Stelle testen und sich langsam herantasten. Bei empfindlicher Haut, im Gesicht und bei „heißen Ölen“ wie Oregano, Cinnamon Bark (Zimtrinde) oder On Guard™ immer verdünnen. Als Orientierung auf 10 ml Trägeröl: 1 bis 2 Tropfen fürs Gesicht, 2 bis 6 Tropfen für den Körper.
Wie erkenne ich, ob ein ätherisches Öl gute Qualität hat?
Ein paar konkrete Anhaltspunkte: Auf dem Etikett sollten der botanische Name, das Herkunftsland und eine Chargennummer stehen, vage Fantasienamen ohne Herkunft sind kein gutes Zeichen. Die Flasche sollte aus dunklem Glas sein, weil Licht empfindliche Bestandteile abbaut. Auch der Preis verrät etwas: Kosten Rose, Sandalwood (Sandelholz) und Peppermint (Pfefferminze) gleich viel, stimmt etwas nicht, denn Aufwand und Pflanzenmenge unterscheiden sich enorm. Gute Anbieter machen außerdem ihre Prüfberichte zugänglich, etwa aus Gaschromatographie oder mikrobiellen Tests.
Was passiert, wenn ich zu viel ätherisches Öl verwende?
Bei ätherischen Ölen gilt: Weniger ist oft mehr. Ist der Duft im Diffuser zu intensiv, kann das als unangenehm empfunden werden, manchmal auch mit Kopfschmerzen, besonders in kleinen, wenig belüfteten Räumen. Dann einfach lüften und beim nächsten Mal weniger Tropfen nehmen. Auf der Haut kann eine zu hohe Konzentration zu Rötungen führen. Wer über längere Zeit regelmäßig zu hoch dosiert, kann zudem eine Überempfindlichkeit gegen dieses Öl entwickeln. Mit ein paar Tropfen anfangen und schauen, wie es sich anfühlt und bei Bedarf langsam anpassen.
Wie lagere ich ätherische Öle richtig?
Kühl, dunkel und gut verschlossen, das sind die drei Grundregeln. Licht, Wärme und Sauerstoff beschleunigen die Oxidation und verändern die Zusammensetzung. Zitrusöle sind am empfindlichsten, Hölzer und Harze wie Frankincense (Weihrauch) oder Sandalwood (Sandelholz) halten am längsten. Wie lange ein Öl nach dem Öffnen verwendbar ist, steht auf dem Etikett. Riecht es stechend, ranzig oder ungewohnt flach, ist es oxidiert und gehört nicht mehr auf die Haut.
Kann ich ätherische Öle trinken oder einnehmen?
Ja, einige ätherische Öle sind ausdrücklich für die innerliche Anwendung gekennzeichnet, und das sind mehr, als viele denken. Sie lassen sich zum Verfeinern von Speisen und Getränken nutzen, in leeren Kapseln einnehmen oder stecken bereits in Nahrungsergänzungsmitteln. Wichtig ist nur, ausschließlich Öle mit dieser Kennzeichnung zu verwenden und sich genau an die Angaben auf dem Etikett oder in der dōTERRA-Produktinformation zu halten. So wird die innerliche Anwendung zu einem einfachen Teil der täglichen Routine.
Was bedeutet CPTG bei dōTERRA-Ölen?
CPTG steht für Certified Pure Tested Grade™, das Qualitätsprotokoll von dōTERRA. Es kombiniert unter anderem organoleptische Tests, bei denen erfahrene Fachleute Aussehen, Duft und Konsistenz beurteilen, Gaschromatographie und Massenspektrometrie zur genauen Bestimmung der Bestandteile, Tests auf Schwermetalle sowie mikrobielle Tests auf Pilze, Bakterien und Schimmel. Dazu kommen Prüfungen durch unabhängige Labore. CPTG ist kein staatliches Siegel, sondern ein klar definierter Prüfprozess. Über die Qualitäts-ID auf dem Flaschenboden von Einzelölen lässt sich nachvollziehen, wie die jeweilige Charge getestet wurde.
Welche ätherischen Öle eignen sich für den Einstieg?
Am einfachsten gelingt der Start mit einigen vielseitigen Ölen, die sich leicht in den Tag einbauen lassen. Lemon (Zitrone) im Glas Wasser am Morgen, Peppermint (Pfefferminze) für konzentrierte Phasen am Schreibtisch, Frankincense (Weihrauch) für einen Moment zum Innehalten und Lavender (Lavendel) im Diffuser am Abend. Dazu kommen Mischungen wie Deep Blue™ nach dem Sport, Air™ für einen klaren Moment und On Guard™ als festes Ritual. Ein bequemer Einstieg ist das Home Essentials Kit von dōTERRA, das zehn beliebte Öle und einen Diffuser vereint. Nicht im Kit enthalten, aber eine sinnvolle Ergänzung ist fraktioniertes Kokosöl, damit die Öle auch verdünnt auf der Haut angewendet werden können.

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